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Co-Housing & Mehrgenerationenwohnen – Modelle & Risiken

Mehrgenerationen

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Heute widmen wir uns einem Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, weil es zwei der größten Herausforderungen unserer Zeit adressiert: die steigenden Immobilienpreise und das Bedürfnis nach echter Gemeinschaft. Wir sprechen über Mehrgenerationenwohnen und Co-Housing. Es geht also um die Frage: Muss ich eigentlich alleine für ein Haus kämpfen oder gibt es Modelle, bei denen wir uns zusammentun, um finanziell und sozial zu profitieren?

Warum wir über neue Wohnformen sprechen müssen

In den letzten Jahren hat sich der Immobilienmarkt massiv verändert. Die Zinsen sind nicht mehr im Keller, die Baupreise sind hoch und die Suche nach dem passenden Objekt in Regionen wie Hamburg oder Schleswig-Holstein gleicht oft der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Gleichzeitig merken viele von uns, dass die klassische Kleinfamilie im isolierten Einfamilienhaus an ihre Grenzen stößt. Wer kümmert sich um die Kinder, wenn beide arbeiten? Wer ist für die Eltern da, wenn sie im Alter Unterstützung brauchen?

Hier kommen Modelle wie das Mehrgenerationenhaus oder Co-Housing ins Spiel. Es geht nicht nur darum, Kosten zu teilen, sondern Lebensqualität zu gewinnen. Wir sehen einen Trend weg vom isolierten Wohnen hin zu bewussten Wohngemeinschaften, die weit über die klassische Studenten-WG hinausgehen.

Im nächsten Kapitel schauen wir uns das wohl emotionalste Modell an: Das Zusammenziehen von Eltern und Kindern.

Das Mehrgenerationenhaus: Enkel, Eltern und Erleichterung

Das klassische Modell ist das Zusammenleben von zwei oder drei Generationen unter einem Dach. Oft haben wir hier die Konstellation, dass die junge Familie Platz braucht und die Großeltern sich verkleinern wollen, aber dennoch nah dran sein möchten.

Ein praktisches Beispiel aus meinem Alltag als Makler: Eine junge Familie kauft ein großes Haus mit einer Einliegerwohnung. Die Eltern ziehen dort ein. Der Clou dabei ist die Synergie. Die Großeltern sind da, um mal eben auf die Enkel aufzupassen, was den jungen Eltern Freiräume verschafft. Umgekehrt können die Jüngeren die schweren Einkäufe erledigen oder den Garten pflegen, was den Älteren schwerfällt.

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie man eine Einliegerwohnung rechtlich abtrennt oder worauf man beim Kauf von Objekten mit zwei Wohneinheiten achten muss, sollte sich unbedingt unsere Podcastfolge zur Aufteilung von Immobilien anhören, da gehen wir auf die baurechtlichen Details tief ein.

Doch wie finanziert man so etwas am besten? Das ist die Brücke zu unserem nächsten Punkt, denn das Modell Kinder kaufen für die Eltern bietet enorme Vorteile.

Kinder als Vermieter: Das Finanzierungsmodell für die Familie

Ein sehr spannender Ansatz ist es, wenn die Kinder das Haus kaufen und einen Teil davon an die Eltern vermieten. Warum macht man das? Ganz einfach: Wenn du als Kind das Haus kaufst und deine Eltern dort zur Miete einziehen lässt, wird die Immobilie zur Kapitalanlage. Du kannst die Zinsen für das Darlehen, die Abschreibungen und anfallende Renovierungskosten steuerlich geltend machen.

Die Miete, die deine Eltern zahlen – die übrigens im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben auch etwas günstiger sein darf als die ortsübliche Vergleichsmiete –, hilft dir direkt bei der Tilgung deines Kredits. Die Eltern wiederum haben die Sicherheit, in einer vertrauten Umgebung bei der Familie zu sein, ohne sich um die Instandhaltung des gesamten Komplexes kümmern zu müssen.

Aber Vorsicht: Hier begeben wir uns in ein Feld, das gut geplant sein will. Im nächsten Kapitel besprechen wir, warum ihr hier unbedingt Experten ins Boot holen müsst.

Recht und Steuern: Das Fundament eures gemeinsamen Projekts

Ich sage es immer wieder: Bei Immobilien hört die Freundschaft – und manchmal leider auch die familiäre Harmonie – beim Geld auf, wenn man vorher nicht klar geregelt hat, wer was darf und wer was muss. Wenn du mit deinen Eltern oder auch mit Freunden ein Haus kaufst, musst du zwingend ein Gespräch mit einem Rechtsanwalt und einem Steuerberater führen.

Es lauern Fallstricke bei der Erbschaftsteuer, bei Schenkungen oder bei der Frage, was passiert, wenn ein Partner aus der Gemeinschaft aussteigen möchte. Wollt ihr eine GbR gründen? Soll das Haus nach dem Wohnungseigentumsgesetz in einzelne Einheiten aufgeteilt werden? Das sind Fragen, die man klären muss, bevor der Notartermin ansteht. Eine klare vertragliche Regelung ist das Sicherheitsnetz, das ihr braucht, damit das Projekt langfristig stressfrei bleibt.

Nachdem wir nun über die Familie gesprochen haben, stellt sich die Frage: Geht das auch mit Freunden? Das schauen wir uns jetzt beim Thema Co-Housing an.

Co-Housing mit Freunden: Die moderne Hofgemeinschaft

Vielleicht hast du keine Geschwister oder deine Eltern möchten lieber autark bleiben. Dann ist Co-Housing mit Freunden eine fantastische Alternative. Stell dir vor, du kaufst mit zwei befreundeten Paaren ein Mehrfamilienhaus oder einen alten Resthof. Jeder hat seine private Wohnung als Rückzugsort, aber man teilt sich den Garten, vielleicht eine Werkstatt oder ein Gästezimmer für Besucher.

Der finanzielle Vorteil ist enorm: Man teilt sich die Kosten für das Grundstück, die Erschließung und auch für teure Anschaffungen wie eine neue Heizungsanlage oder eine Photovoltaik-Anlage. Sozial gesehen ist es eine Bereicherung, weil man einsamem Wohnen vorbeugt und sich gegenseitig unterstützt.

Doch so schön das klingt: Man muss der Typ dafür sein. Man braucht klare Regeln für die Gemeinschaftsflächen. Wer mäht den Rasen? Wer zahlt, wenn das Dach leckt?

Das führt uns zu einem entscheidenden Punkt: Was sind eigentlich die Risiken bei all diesen Modellen?

Die Kehrseite: Privatsphäre und Konfliktpotential

So viel Mehrwert diese Modelle bieten, so ehrlich müssen wir auch über die Risiken sprechen. Die größte Herausforderung ist oft die Balance zwischen Gemeinschaft und Privatsphäre. Auch wenn man sich liebt, will man nicht jeden Tag ungeplant bei den Eltern oder Freunden im Wohnzimmer stehen. Bauliche Trennung ist hier das A und O.

Zudem muss man sich über die Langfristigkeit im Klaren sein. Was passiert, wenn sich ein Paar trennt oder jemand beruflich wegziehen muss? Solche Szenarien sollten vorher durchgespielt werden. Ein gemeinsames Haus ist wie eine Ehe – man sollte sich sicher sein, mit wem man sie eingeht.

Wer sich unsicher ist, ob die eigene Immobilie überhaupt für ein solches Modell geeignet ist, sollte eine professionelle Bewertung vornehmen lassen, um das Potenzial für einen Umbau oder eine Aufteilung zu prüfen.

Zusammenfassung und dein nächster Schritt

Zusammenfassend lässt sich sagen: Mehrgenerationenwohnen und Co-Housing sind großartige Wege, um dem stressigen Immobilienmarkt ein Schnippchen zu schlagen und gleichzeitig sozialer zu leben. Ob durch steuerliche Vorteile beim Vermieten an die Eltern oder durch geteilte Kosten mit Freunden – die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist nur: Plant es sauber, regelt es rechtlich und prüft die Immobilie vorher auf Herz und Nieren.

Wenn du jetzt darüber nachdenkst, ob dein aktuelles Haus vielleicht zu groß für dich ist und du es an eine junge Familie oder eine Wohngruppe verkaufen möchtest – oder wenn du selbst auf der Suche nach einem Objekt bist, das sich für solche Modelle eignet – dann sind wir für dich da.

Wenn du deine Immobilie verkaufen willst oder Unterstützung beim Kauf und der Bewertung suchst, bist du bei visalo immobilien genau richtig. Wir beraten dich umfassend und helfen dir dabei, den richtigen Weg für dein Vorhaben zu finden. Fordere noch heute dein unverbindliches Beratungsgespräch an. Für Immobilien in unserem Kerngebiet in Schleswig-Holstein und Hamburg bieten wir dir zusätzlich eine kostenfreie und fundierte Immobilienbewertung an, damit du genau weißt, wo du stehst. Ruf uns einfach an unter 04101 8545454 oder schreib uns eine E-Mail an info@visalo-immobilien.de.


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1.

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3.

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